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Die Hochzeitstorte: Geschichte, Bräuche und Aberglaube

Happy wedding couple cutting together wedding cake

Die Hochzeitstorte gehört zu den ältesten Ritualen auf Hochzeiten. Und auch noch heute, fehlt sie auf den wenigsten Feiern. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns die Geschichte, Bräuche und verschiedene Aberglauben rund um die Hochzeitstorte an.

Inhalt:

Die Geschichte der Hochzeitstorte

Die Hochzeitstorte hat eine lange Tradition. Bereits im alten Rom gab es eine speziellen Kuchen zu diesem Anlass. Die “typische Hochzeitstorte” hat hingegen ihren Ursprung im 19. Jahrhundert in England.

Im alten Rom wurde ein Mandelkuchen zur Hochzeit gebacken

Die alten Römer haben zur Feier einer Hochzeit einen Hochzeitskuchen gebacken. Dies soll ein trockener Mandelkuchen gewesen sein, der damals über den Köpfen der Braut zerkrümelt wurde.

Die Gäste haben im Anschluss die Krümel verzerrt. Da damals Zucker und Mehl noch sehr teuer waren, sollte dies dem Brautpaar Reichtum und Wohlstand bringen.

Das Hochzeitsbrot als Vorreiter für die Hochzeitstorte

Vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit hinein gab es die Tradition ein spezielles Hochzeitsbrot zu backen. Dies wurde vor dem eigentlichen Anschnitt durch ein Pfarrer gesegnet.

Hierbei nutze er während des eigentlichen Segens (“Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes”) ein Messer, um ein großes Kreuz auf den Laib Brot zu “zeichnen”.

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Ein traditionelles Hochzeitsbrot

Nach der Segnung wurde ein Stück des Brots abgeschnitten und der Braut übergeben. Es war allerdings nicht für den Verzerr gedacht. Die Braut bewahrte es auf, um später einen Sauerteig anzusetzen – das erste Brot als Ehefrau.

Das zweite Stück aßen die Brautleute gemeinsam. Der Rest war für die Gäste bestimmt. Umso mehr Menschen davon aßen, umso glücklicher sollte das Eheleben werden.

Die typische Hochzeitstorte hat wohl ihren Ursprung im 19. Jahrhundert

Die typische Hochzeitstorte, wie wir sie heute kennen, hat wohl ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Vermutlich stammt der erste Konditor dieser Meisterwerke aus England. 

Zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Zuckerbäckerei und der Adel lies für festliche Anlässe reichlich dekorierte Torten anfertigen.

Im Jahr 1859 heiratete eine Tochter von Königin Victoria. Auch Dank dieser Hochzeit nahm die “Erfolgsgeschichte” der üblicherweise dreistöckigen Hochzeitstorten ihren Lauf.

Die Bedeutung der einzelnen Komponenten der Torte

Wenn man es ganz genau nimmt, gibt es relativ klare Vorgaben, wie eine Hochzeitstorte auszusehen und zu schmecken hat. Dies betrifft sowohl die Größe, die Farbe aber eben auch die Zutaten.

Die Farbe der Hochzeitstorte

Ganz klassisch wird sie weiß eingedeckt. Dabei steht die Farbe für die Unschuld und Reinheit. Ähnliches hat man sicherlich auch schon mal über die Bedeutung des Brautkleides gehört. Daher wundert es nicht dass der Hochzeitskuchen früher auch oft “Kuchen der Braut” genannt wurde.

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Die typische Hochzeitstorte hat 3 oder 5 Stockwerke und ist weiß eingedeckt

Stockwerke der Hochzeitstorte

Die klassischen Hochzeitstorten haben entweder 3 oder 5 Stockwerke. Wobei diesen Stockwerken auch wieder eine Bedeutung zugeschrieben wird. Diese orientieren sich am christlichen Glauben.

Bei der 3-stöckigen stehen die Stockwerke für die Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und heiliger Geist.

Die 5-stöckige Torte symbolisiert verschiedene bedeutende Lebensabschnittes eines Christen: die eigene Geburt/Taufe, Kommunion/Konfirmation, Heirat, Geburt der eigenen Kinder und den Tod.

Die Zutaten der Hochzeitstorte

Entscheidet man sich für eine klassische Hochzeitstorte, darf eine Zutat nicht fehlen – Marzipan. Die süße Masse wird aus Mandeln, Zucker und Rosenöl hergestellt. Diese 3 Bestandteile haben wiederum jeweils eine Bedeutung.

  • Die Bitterkeit der Mandeln steht für die schlechten Zeiten in einer Beziehung
  • Die Süße des Zuckers für Liebe und Glück
  • Das Rosenöl symbolisiert die Leidenschaft in der Ehe

Aberglauben und Traditionen rund um die Hochzeitstorte

Wenn man bedenkt, wie lange es die Hochzeitstorte bzw. deren Vorgänger schon gibt, ist es nicht verwunderlich dass es hierzu auch die verschiedensten Bräuche, Traditionen und Aberglauben zu diesem Thema gibt. Nachfolgend wollen wir euch einige davon vorstellen.

Das Anschneiden der Hochzeitstorte

Der gemeinsame Anschnitt der Hochzeitstorte symbolisiert das “gemeinsame Handeln” des Brautpaares. Oft kommt es hierbei aber erst einmal zu kleineren “Meinungsverschiedenheiten”.

Dies liegt daran dass laut Aberglaube der Anschnitt auch entscheidende Auswirkungen auf das spätere Eheleben haben wird. Denn angeblich soll derjenige, dessen Hand oben aufliegt, auch im späteren gemeinsamen Eheleben das Sagen haben.

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Ein Highlight auf vielen Hochzeitsfeiern: Der Anschnitt der Hochzeitstorte

Hierbei dürfte es sich wohl um den bekanntesten Aberglauben handeln. Für alle harmoniebedürftigen Paare haben sich findige Hersteller auch etwas einfallen lassen. So findet ihr im Internet spezielle Tortenmesser mit zwei Griffen.

Gästeanzahl beim Anschnitt der Torte

Ein anderer Aberglaube besagt dass das Glück für das Brautpaar umso größer wird, je mehr Gäste den Anschnitt der Hochzeitstorte mit verfolgen. Wollt ihr also sicher sein, sollte der Anschnitt relativ früh am Tag geschehen.

Die oberste Schicht einfrieren

Die oberste Schicht euer Hochzeitstorte sollte nicht gegessen werden. Stattdessen sollte das Hochzeitspaar diese einfrieren. Zum ersten Hochzeitstag und zur Taufe des ersten Kindes sollte dann jeweils eine Hälfte verzerrt werden. Dies soll der kleinen Familie Glück bringen.

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Die oberste Schicht der Torte sollte eingefroren werden

Nicht selber backen

Alle Bräute, die um Kosten sparen zu wollen, vor haben selber den Ofen anzuschmeißen, sollten sich dies noch einmal gut überlegen, denn dies soll Unglück bringen.

Überlasst die Aufgabe daher direkt einem Profi oder euren Freunden und Verwandten.

Messer für den Anschnitt liegt neben der Torte

Ein weiterer Aberglaube besagt dass derjenige der dem Brautpaar das Messer für den Tortenanschnitt überreicht durch ein Unglück getroffen wird. In der Regel liegt das Messer für den Anschnitt daher auf dem Servierwagen bereit.

Das gegenseitige Füttern

Das erste Tortenstück ist für das Brautpaar bestimmt. Traditionell füttern sich diese gegenseitig. Das Füttern soll die gemeinsame Fürsorge im späteren Eheleben symbolisieren.

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Das gegenseitige Füttern steht für gegenseitige Fürsorge

Der Kuss über der Hochzeitstorte

Ein Kuss des Brautpaares über der Hochzeitstorte ohne diese zu berühren oder sogar umzustoßen, soll dem Ehepaar einen reichen Kindersegen bescheren.

Zwei Kaffebohnen in der Hochzeitstorte

In einigen Hochzeitstorten findet man außerdem noch zwei Kaffeebohnen. Die eine wurde zuvor geröstet die andere ungeröstet belassen.

Und natürlich hat auch dies eine Bedeutung. Auf den “Finder” der gerösteten Bohne wartet ein glückliches Eheleben, der Finder der ungerösteten ist hingegen zu einem ewigen Singleleben verdammt.

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